Steuerrecht: Welche Kosten der Nachlassregelung können im Erbfall steuerlich abgesetzt werden? Kann der Erbe die Steuerberatererrechnung absetzen?

Sigrun MastSteuerrechtLeave a Comment

Kosten zur Nachlassregelung

Nachlassregelungskosten können nach dem Erbschaftsteuergesetz abgesetzt werden. Das umfasst alle Kosten, die der Erbe aufwenden muss, um an das Erbe zu erlangen. Klassisch sind dies Aufwendungen beispielsweise für die Testamentseröffnung, die Sicherung des Nachlasses oder die Erbenermittlung. Auch die Gebühren eines Rechtsstreites wie im Falle einer Testamentsanfechtung, sind absetzbar. Auch die Kosten einer Erbauseinandersetzung, des Sachverständigengutachtens – zum Beispiel über den Wert des ererbten Reihenhauses – können Berücksichtigung finden. Tilgt der Erbe Schulden des Erblassers gehören diese auch zu den Kosten zur Nachlassabwicklung. Entstehen Kosten für die Verwaltung des Nachlasses gehören diese jedoch nicht dazu. Bei jede Position sollte der Erbe daher überprüfen, ob sie nicht berücksichtigungsfähig ist.

Steuerberatungskosten

Die Aufwendungen für die Erbschaftsteuererklärung mindern als Nachlassverbindlichkeiten den steuerlichen Erwerb aus der Erbschaft. So beurteilt dies die Finanzverwaltung.

Jedoch: Ist der Erbe mit dem Erbschaftsteuerbescheid nicht einverstanden und legt der Steuerberater dagegen einen Rechtsbehelf ein, akzeptieren dies weder Finanzverwaltung noch der Bundesfinanzhof als absetzbare Nachlassregelungskosten.

Steuerrecht: Welche Kosten der Nachlassregelung können im Erbfall steuerlich abgesetzt werden? Kann der Erbe die Steuerberatererrechnung absetzen?
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